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Rosenbauer – noch höher hinaus

 

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Rosenbauer – noch höher hinaus

Als führender Hersteller für Feuerwehrtechnik auf der Welt muss Rosenbauer immer an der Spitze bei einer breiten Palette von Technologien stehen. Eine davon ist die Hubtechnik. Für das neue zweiachsige Hubrettungsfahrzeug, das B34, hat Rosenbauer durch die Verwendung eines neuen Materials eine neue Armlösung entwickelt. Die innovative Konstruktion ermöglichte die Entwicklung der größten Löschplattform auf dem Markt für ein Fahrzeug dieser Größe. Eine große Rolle spielte dabei extra- und ultrahochfester Stahl von SSAB.

 

Ein begrenzender Faktor
In gewisser Weise kann die Brandbekämpfungsbranche mit einem Formel-1-Rennen verglichen werden. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen die Unternehmen bei Technologie, Tempo und Innovation an der Spitze sein. Für Rosenbauer ist diese Haltung seit langem ein Antriebsfaktor bei der Entwicklung neuer Produkte. Dennoch müssen häufig große Herausforderungen bewältigt werden.

Löschfahrzeuge unterliegen zum Beispiel altbewährten Verordnungen im Hinblick auf die Nutzlast. Ein zweiachsiges Fahrzeug in Europa hat eine Obergrenze bei der Nutzlast von 18 Tonnen. Als Rosenbauer sein neues B34 Löschfahrzeug entwickeln wollte, mussten sie daher nach neuen Wegen zur Optimierung von schweren Bauteilen wie dem Arm suchen. Die Lösung lag in der Materialwahl.
Fallstudie: Rosenbauer

Die Materiallösung
Ein Projekt zur Entwicklung eines besseren Korbarms für das B34 begann 2015. Er sollte zum Heben des 600 kg schweren Rettungskorbs verwendet werden, in dem die Feuerwehrleute stehen, um mit Hilfe der Wasserkanone den Brand zu bekämpfen oder um Personen zu retten, die vom Brand eingeschlossen sind.

Roberto Berritta ist Technischer Direktor bei Rosenbauer Rovereto und zuständig für die technische Entwicklung und die F&E.

„Die Technik entwickelt sich ständig weiter und wenn es ein entsprechendes Material gibt, versucht man immer, noch höher und weiter zu gehen“, sagt er. „Bei der Entwicklung des Arms für das B34 wurden viele Materialien evaluiert. Und doch entschieden wir uns schnell für extra- und ultrahochfesten Stahl von SSAB. Wir konnten eine Güte finden, mit der wir den Arm so konstruieren konnten, dass wir die Eigenschaften des Stahls voll ausnutzen und die Leistung unserer Rettungsplattformen maximieren konnten.“

Rosenbauer hat eine Lösung mit einem dreiteiligen Teleskop-Hauptarm und einem absenkbaren Korbarm entwickelt. Das B34 ist die erste Plattform, bei der  

Customer case: Rosenbauer

Rosenbauer die hochfesten Strenx® 900 und 960 Stähle von SSAB für einen Arm verwendet hat.  

„Dies ermöglichte uns eine Gewichtseinsparung von 10 Prozent bei der gesamten Plattform“, erklärt Berritta. „Früher konnten wir bei einem Zweiachser Arme bis höchstens 32 Meter spezifizieren. Das B34 kann jetzt bis 34 Meter ausgefahren werden. Zwei zusätzliche Meter klingen vielleicht wenig, doch wenn Sie bereits die Grenze bei der Reichweite erreicht haben, können zwei Meter sehr viel sein. Diese Leistung war nur durch die Anwendung von Strenx® möglich.“  

Der neue Arm gibt Rosenbauer einen klaren Wettbewerbsvorteil, wenn es um Rettungseinsätze geht. Dies ist derzeit auch die größte Löschplattform auf dem Markt auf einem zweiachsigen 18-Tonnen-Löschfahrzeug. 

Enge Zusammenarbeit
Das Projekt zur Entwicklung des Arms wurde in enger Zusammenarbeit mit SSAB umgesetzt. Die gesamte Konstruktion und Entwicklung wurde intern durchgeführt. Dabei stand SSAB bei Bedarf hilfreich zur Seite, um Rosenbauer die richtige Richtung zu weisen. 

„Mein Erfahrung mit SSAB ist einfach großartig“, erklärt Berritta.   „Wir entschieden uns für extra- und ultrahochfesten Stahl von SSAB für das B34 und andere Anwendungen, weil der Stahl genau das macht, was wir brauchen. Er ermöglicht ein präzises Biegen und Schneiden und ist äußerst fest. Hinzu kommt, dass unsere Erfahrungen mit SSAB ausgezeichnet sind, mit einem wertvollen Support und einer stets großen Einsatzbereitschaft.“   

Der Weg geht weiter
Künftig möchte Rosenbauer die Konstruktion und Technik des B34 Löschfahrzeugs auch für andere Löschplattformen einsetzen. 

„Die Arbeit besteht jetzt darin, die Konstruktion von dieser Plattform auf andere Plattformserien zu übertragen, deren Höhe zwischen 32 und 62 Meter variiert“, sagt Berritta. „Insgesamt befinden wir uns gerade im Prozess der Umgestaltung unseres Produktsortiments mit diesem neuen Stahl und dem Know-how, das wir bei diesem Prozess gewonnen haben.“