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Henning Stummel stellt sein Tin House vor

Das Tin House von Henning Stummel

Henning Stummel verfolgte mit dem Tin House das Ziel, einen zusammenhängenden Gebäudekomplex zu schaffen, der mit dem warmen, erdigen Londoner Ziegelstein der umliegenden Gebäude in einen Dialog tritt.

Sowohl das Dach als auch die Fassade des Tin House bestehen aus GreenCoat PLX Pro BT. Das Markenprodukt verfügt über eine patentierte Beschichtung mit bio-basierter Technologie (BT), bei der das fossile Rohöl durch natürliches Pflanzenöl aus Schweden ersetzt wurde. Durch zahlreiche traditionelle Klempnerarbeiten erhält das Tin House zudem ein zurückhaltendes und zweckmäßiges Erscheinungsbild.

 

 

7 Fragen an Henning Stummel zu GreenCoat als Plattform für preisgekrönte Gebäude:

Wo sehen Sie die Vorteile bei der Anwendung von GreenCoat PLX Pro BT?

  • Beim Tin House hatten wir uns zunächst alle Materialien betrachtet. Wichtig war uns dabei, dass wir eine langlebige Beschichtung erhalten, die nicht verblasst, sondern das einzigartige Aussehen über Jahrzehnte bewahrt. Dass GreenCoat PLX Pro BT darüber hinaus auch umweltfreundliche Eigenschaften besitzt, war ein weiterer entscheidender Vorteil. 

 

Warum haben Sie sich beim Dach und der Fassade für Stahl anstelle von anderen Werkstoffen entschieden?

  • Stahl hat den geringsten Ausdehnungskoeffizienten gegenüber Aluminium, Kupfer und sogar Zink. Dadurch ist das Material extrem langlebig und wird auch über Jahre hinweg die gewünschte Optik beibehalten.

 

Auf welche Herausforderungen sind Sie beim Entwerfen des Tin House gestoßen?

  • Die größte Herausforderung bestand darin, ein Haus ohne vorgehängte Dachrinnen zu bauen. Auf der Innenhofseite läuft das Regenwasser direkt vom Dach in einen wasserführenden Kanal. Auf der anderen Seite des Hauses befindet sich eine Grenzmauer. Hierfür haben wir verdeckte Dachrinnen ganz nach schwedischer Tradition verwendet, bei der die Dachrinne unter einer Leiste versteckt wird, so dass Regenwasser trotzdem komplett über das Grundstück abfließen kann. Da sich GreenCoat PLX Pro BT so leicht umformen lässt, konnten wir die gewünschte Dachentwässerung optimal umsetzen.

Wie bewerten Sie generell die Qualität von GreenCoat?

  • Es ist ein exzellentes Material, mit dem ich sehr zufrieden bin. GreenCoat PLX Pro BT ließ sich leicht schneiden und umformen, dies ermöglichte uns auch Bauteile für jede benötigte Geometrie für das Gebäude anzufertigen.

 

Was macht GreenCoat so nachhaltig?

  • Normalerweise enthalten Lacke Bestandteile auf Mineralölbasis. Die Beschichtung des Tin House basiert auf schwedischem Pflanzenöl und ist damit weltweit einzigartig. Mir war der Aspekt der Nachhaltigkeit bei der Wahl des Materials sehr wichtig. 

 

Haben Sie noch weitere Projekte, in denen GreenCoat angewendet wird?

  • Ja, momentan arbeiten wir an einem Wohnungsbauprojekt für eine Reihe von bezahlbaren Häusern, die in einem Londoner Vorort entstehen sollen. Für die Dächer haben wir GreenCoat PLX Pro BT vorgesehen.

Was denken Sie über Ihre Nominierung für das WAF?

  • Das ist natürlich sehr spannend. Wenn man ein überzeugendes Projekt hat, freut man sich auch über eine Nominierung. Ich erwarte aber eigentlich nicht viel mehr, als mich mit den namhaften Projekten der anderen Nominierten auseinanderzusetzen. Mein Fachgebiet ist das Arbeiten auf engem Raum in Städten, die eigentlich schon zugebaut sind. Ich hoffe, dass meine Herangehensweise auch bei diesem Preis wettbewerbsfähig ist.

 

 

Das Tin House ist aktuell ausgezeichnet mit und nominiert für:

 

  • Finalist: BD’s Architect of the Year Awards 2017, UK – Individual House
  • Finalist: World Architecture Festival 2016

  • Gewinner: RIBA London Award 2016
  • Finalist: RIBA National House of the Year 2016
  • Finalist: Stephen Lawrence Prize 2016